Erstes open-air-Konzert nach Monaten der Enthaltung
Remagen. Es sollte ein Test werden. Denn sowohl Veranstalter wie Künstler waren unsicher, klappt ein open-air-Konzert unter den Bedingungen, die Corona nun mal vorgibt. „The RnB Express“ sowie „Baums Bluesbenders“, zwei Bands mit engagierten Musikern aus Bonn und Remagen waren dabei, das „Experiment“ mit der „Kulturwerkstatt“ zu wagen. Und erfreulich: Auch zahlreiche Musikfreunde nahmen die Unannehmlichkeiten auf sich, sich vorher im Internet anzumelden, sich eintragen zu lassen, Mundschutz mitzubringen und sich bei der Veranstaltung den Hygieneregeln anzupassen. Und auf der Freilichtbühne ging bei herrlich sommerlichen Temperaturen die Post ab. „Cleanhead Kiki“ mit seinem „RnB Express“ zischten los. Tochter Linda gab musikalisch alles und heimste mit Neuerwerbung Zita Martine Applaus um Applaus ein. Die Gitarristin ist erst seit vier Monaten in der probenschwachen Zeit dabei, spielte aber das gesamte Repertoire herunter, Profi eben, bekannt aus „Brothers Tribute Band „Heart & Soul“ bei der auch „Lind“ in Erscheinung tritt.. Das Publikum schien musikalisch ausgehungert, wippte und schnippte mit, gute Laune wie vor der Pandemie. Und dennoch, diese war allgegenwärtig. Toilettengang – Maske an – eine Selbstverständlichkeit. „Baums Bluesbenders“ mit Norfried Baum als Frontman kam noch jazziger daher. Hit auf Hit aus der „guten alten Zeit“ fetzte über die Bühne und erfreute noch die Menschen auf dem Remagener Marktplatz. Dann der Gag von Norfried. „Bitte alle aufstehen – Maske an und die Hände zum Himmel“. Das ließen sich die Gäste nicht entgehen, mit dem gebotenen Abstand, der auf dem Platz hinter der „Kulturwerkstatt“ reichlich vorhanden ist, eine kurze Tanzeinlage – Maskenball. Der Applaus des Publikums und der Dank für das Ereignis „wie einst im Mai“ war den Künstlern sicher. Ein Dank galt auch der Stadtverwaltung, die in schwierigen Zeiten für das Ereignis mit Rat und Tat zur Seite stand.